Medizin-Stipendien

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Moderatorin Daniela Schick begrüßt die Zuschauerinnen und Zuschauer dabei nicht aus dem Studio in Mainz, sondern live vom Marienhaus Campus in Hermeskeil – der ersten Regio-Klinik in Rheinland-Pfalz. In einer Reportage wird anschaulich gezeigt, wie dieses neue Klinikmodell funktioniert und wodurch es sich von einem „klassischen“ Krankenhaus unterscheidet.

Der SWR widmet diese Ausgabe als Sondersendung dem Thema Gesundheitssystem im Vorfeld der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Ein rund 20-minütiger Schwerpunkt befasst sich intensiv mit der aktuellen, zum Teil schwierigen Situation im Gesundheitswesen.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem akuten Ärztemangel. In diesem Zusammenhang stellt der SWR auch das Projekt der Bittmann-Stiftung in Meisenheim vor, das Medizinstudierende gezielt finanziell unterstützt, wenn sie sich bewusst für eine ärztliche Tätigkeit in unserer Region entscheiden – ein starkes Zeichen für nachhaltige medizinische Versorgung vor Ort.

Mehr Medizinstipendien, höhere Fördersummen und Investitionshilfe

Die Bittmann-Stiftung Meisenheim erweitert ihr Stipendienprogramm für Medizinstudierende erneut deutlich.

Künftig wird es nicht nur mehr Stipendienplätze und höhere Fördersummen geben – erstmals ist auch eine Investitionsförderung vorgesehen. Das teilte die Stiftung jetzt mit. Wie bereits mehrfach berichtet, verfolgt die Bittmann-Stiftung das Ziel, die hausärztliche Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Dafür bietet sie Medizinstudierenden umfangreiche finanzielle Unterstützung – unter einer Bedingung: Die Geförderten müssen sich verpflichten, nach Abschluss ihrer Ausbildung mindestens zehn Jahre lang in der Region als Ärztin oder Arzt tätig zu sein, ob angestellt oder selbstständig. Der Vorstand der Stiftung, unter Vorsitz von Sabine Bittmann, hat nun beschlossen, die Zahl der Stipendien von bisher neun auf 16 zu erhöhen. Aktuell sind sieben Stipendien vergeben. Zudem wird die maximale Fördersumme pro Stipendium von 130.000 auf 160.000 Euro angehoben. Bestehende Förderungen wurden rückwirkend mit einer Inflationsausgleichsprämie aufgestockt – freiwillig und ohne vertragliche Verpflichtung. Darüber hinaus plant die Stiftung, junge Medizinerinnen und Mediziner auch bei der Gründung einer eigenen Hausarztpraxis (ausschließlich) in Meisenheim gezielt finanziell zu unterstützen. Eugen Krax, zuständig für das operative Stiftungsgeschäft, spricht von einer „außerordentlich hohen Förderung“ für eine Praxisgründung. Erste Gespräche mit Interessierten seien bereits vielversprechend verlaufen. „Alles deutet darauf hin, dass die Umsetzung schneller gelingt als ursprünglich vorgesehen – und das ausschließlich mit Mitteln der Stiftung, ganz ohne öffentliche Finanzierung.“, so Krax. Er zeigt sich überzeugt, dass durch die erweiterten Fördermaßnahmen eine verlässliche hausärztliche Versorgung in der gesamten Region erreicht werden kann. Bislang hat die Bittmann-Stiftung sieben Stipendien vergeben. Ende vergangenen Jahres wurden drei von elf Bewerbungen bewilligt. Im kommenden Dezember stehen bis zu vier neue Medizinstipendien zur Vergabe. Bewerbungen sind noch möglich.